Sie kapieren es einfach nicht Eine Studie der Marktforscher MPL hat herausgefunden, dass 87% der Nutzer von Musiktauschbörsen im Internet hinterher Alben mit der heruntergeladenen Musik gekauft haben. Eine Studie der britischen Phono Industrie (BPI) vom April hat allerdings ergeben, dass 65% diese Tauschbörsen nutzen weil sie kostenlos sind.
Welche Studie hat also recht? Meiner Ansicht nach beide.
Es gibt nämlich gar keinen Widerspruch zwischen den beiden Ergebnissen. Sie zeigen nur wieder, wie bei derartigen Studien die gestellten Fragen (und die vorgegebenen Antworten) beeinflussen, was man überhaupt herausfinden kann. Ich kenne die Fragebögen der beiden Studien nicht, aber ich wette, die BPI hat nie danach gefragt, ob die Tauschbörsen als Entscheidungshilfe genutzt werden. Natürlich möchte die Mehrheit kein Geld bezahlen, nur um herauszufinden, ob einem die Musik so gut gefällt, das man ein komplettes Album kauft.
Bei all dem Gezacker um die Tauschbörsen scheint die Musikindustrie zu vergessen, dass ihr ein wirklicher Schaden aus illegalen CD-Pressungen entsteht. Laut einem Bericht der BBC sind 40% der weltweit verkauften CDs illegale Pressungen.
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