letzte Änderung: 01.03.05; 19:06:54.
Kunstspaziergänge
Spaziergänge in Berlin und Umgebung
        

Sonntag, 13. Februar 2005

Nach MoMA und Ulrich Rückriem jetzt:
Gegenwelten
Die Kunst des 20. Jahrhunderts in der Neuen Nationalgalerie

In der Ausstellung sind auch Arbeiten von Sigmar Polke, darunter z.B. das Gemeinschaftswerk Aufschwung Ost von 1992.

Unzählige Anekdoten ranken sich um Polke, den Rüpel. Um so verblüffter war der Maler Per Kirkeby, als er anläßlich der Biennale in Venedig Zeuge einer merkwürdig herzlichen Szene wurde: Sigmar und er standen gerade an der Rezeption des noblen Hotels »Danieli«, da gesellte sich plötzlich das Junggenie Jeff Koons dazu, sein weißer Seidenanzug strahlte förmlich - und Polke strahlte ebenfalls. Er umarmte den Amerikaner unaufhörlich, und Kirkeby, wie gesagt, stutzte. Er begriff erst, als Koons entsetzt auf seinen weißen Seidenanzug starrte: »Bezahlt« stand da drauf, in blauen Großbuchstaben. Polke hatte bei der Umarmung den Hotelstempel in der Hand gehabt.
(im Katalog: S. Polke Die drei Lügen der Malerei Hamburger Bahnhof, 1998)

Polke Dots - A.S. Byatt on Sigmar Polke
(gesehen in wood s lot)

Sausages and potatoes, fairytale images and the dots of newspaper photographs Sigmar Polke explores modern reality through an extraordinary range of imagery. The novelist AS Byatt sings his praises.


6:13:28 PM    comment []

Erich Salomon
Mit Frack und Linse durch Politik und Gesellschaft

Erich Salomon ist ein Klassiker, der entdeckt werden muss, hebt Wilfried Wiegand an und erklärt, warum: Erstens gilt er als verstaubt, weil er reportagehaft arbeitete. Und zweitens ist das Quatsch. Klar, heute gibt's die Paparazzi, alles geht schneller, nichts ist verwackelt - aber, so Wiegand, genau vor dieser Kulisse zeigt eine neue Betrachtung von Salomons Prominenten-Fotos, was man an ihnen hat. Er, den die Dynamik immer mehr interessierte als die Personen selber, dokumentierte nämlich ein Repertoire an Gesten - das große Schauspiel der Rhetorik, und man muss kein Wort hören, der hochgereckte Finger, die nachdenkliche Neigung des Kopfes genügen.
(zur Rezension in der FAZ: Perlentaucher)

9:39:11 AM    comment []

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